Das Ende unserer Reisepläne

Am ersten März brachen wir zu unserem zwei monatigen Reiseabenteuer nach Neuseeland und Australien auf. Ein unweigerlich blöder Zeitpunkt, wie sich knapp drei Wochen später herausstellen wird. Das Ausmass der Corona Pandemie lies sich dort noch nicht abschätzen. Die Stimmung in Singapur war in Ordnung. Ausser vermehrten Temperaturmessstationen oder Wärmebildkameras an den  Eingängen sowie gewisse Maskenträger war alles ruhig. Die Organisation im Land war top. Gute Infrastuktur und sehr sauber. Auch die Einreise klappte ohne Probleme. 

In Christchurch angekommen, haben wir uns der normalen Neuseeländischen Grenzkontrolle unterzogen. Zudem war das Personal beauftragt, mit Flyern auf die  Covid-19 aufmerksam zu machen. 

Zwei Wochen sind wir ohne Stress und gutem Gefühl gereist. Mitte März jedoch, fingen die drastischen Massnahmen in Europa an. Man konnte sich nicht mehr davon abschotten. Trotz allem sind wir weiter gereist und haben gedacht, dass wir in Neuseeland nicht so stark betroffen sind. Das Land stufte die Situation jedoch sehr schnell auf Level 2, von 4 Covid19 Gefahrenstufen, ein. Die Zollkontrollen wurden zuerst verschärft, das heisst, ausländische Personen müssen in eine Selbst Isolation für 14 Tage. Nach wenigen Tagen wurde die Grenze jedoch ganz geschlossen. Die australische ebenso. Wir haben uns mit dem Gedanken abfinden müssen, dass unsere Weiterreise nach Australien gestrichen ist. Im Hinterkopf dachten wir jedoch, dass es vielleicht eine Möglichkeit gäbe in ein unbetroffenes Land zu reisen. Unser Reisebüro riet jedoch von dem Gedanken ab und schrieb uns in Neuseeland zu bleiben. Also wollten wir unsere Neuseeland reise zumindest beenden. Dies war leider auch nicht mehr möglich, da immer mehr Flüge eingestellt wurden und somit buchten wir einen frühzeitigen Heimflug. Dieser wurde dann jedoch einige Tage nach der Buchung abgesagt, da die Arabischen Emirate keine Transit Passagiere mehr zuliessen.

Die Hiobsbotschaften wollten nicht enden, denn es wurde bekannt, dass auch Neuseeland in ein Lockdown gehen wird. Also alles ausser essentielle Läden werden geschlossen und man muss zuhause bleiben. Auch ein Umherreisen war somit nicht mehr möglich. Eine weitere schwere Entscheidung stand an und wir buchten uns gleich ein Appartement in Auckland nahe des Flughafen und der Appollo Camper Vermietstation. Hier hatten wir zumindest Glück, dass die Gastgeberin Julia uns mit offenen Armen empfing und uns so gut es ging unterstütze.

Seit dem MIttwoch 25. März sind wir nun also hier in Unserer Unterkunft und warten auf eine Möglichkeit nach hause zu fliegen. Wir konnten einen Flug für den 10. April mit der Qatar Airways buchen. Hofften jedoch insgeheim das sich durch ein Rückholflug des EDA allenfalls schon früher eine Option bieten würde. Die Neuseeländische Regierung verbot am 28. März  erst einmal alle Rückholflüge für 6 Tage, womit sich eine erste Verzögerung einstellte.

Die Region in Mangere ist wunderschön und es gibt die Ambury Farm, auf welcher man super spazieren kann. Wir sind gesund und mit reichlich Nahrung versorgt. Es war dennoch nicht einfach die Situation zu akzeptieren und man fragt sich, weshalb gerade jetzt so etwas passiert. Unsere Reise nach Westaustralien möchten wir zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. 

Es bleibt Zeit sich Gedanken zu machen, wie es  mit unserer globalen Gesellschaft weitergehen wird. Wir möchten möglichst viele positive Erfahrungen aus dieser Situation ziehen. 

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